Die Luftlandeausbildung stellt im Kärntner Luftlandebataillon eine wesentliche Kernkompetenz dar. Mit der bereits im Juni absolvierten GLE (Grundlagen luftbeweglicher Einsatz) und der SAFE RETURN 11, einer bis dato noch nie durchgeführten Übung (Details sind auf den Seiten XX und XX in dieser Ausgabe zu finden), sowie der AIRPOWER 11 und einer weiteren Kaderfortbildung im Herbst, sind die Mittel in diesem Bereich ausgeschöpft. Die Task Force 25 umfasst jedoch mit ihren spezialisierten Jägerkompanien ein sehr viel umfangreicheres Einsatzspektrum. Um die Handlungsfähigkeit und Einsatzbereitschaft zu bewahren ist ein hoher Planungsaufwand in Sachen Ausbildung, Durchführung und Überprüfung abzuarbeiten.
Mit diesen Vorhaben verlegte die Task Force 25 zwei Wochen im August auf den Truppenübungsplatz Allentsteig in Niederösterreich.
Verbunden damit, stellte die erste Zusammenziehung der Task Force 25 nicht nur eine materielle, sondern ebenso eine personelle Herausforderung in ihrer Organisation dar. Die Tatsache, dass dieser Truppenübungsplatz im waldviertler Raum sowohl über die Ressourcen als auch das notwendige Umfeld für eine effiziente Ausbildung verfügt, machte es für die Task Force um einiges leichter die Ausbildungsvorhaben umzusetzen.
Eine Verlegung im Eisenbahntransport, Scharfschießen mit dem Sturmgewehr 77 (StG77), dem Granatwerfer (GrW) sowie mit der Panzerabwehrlenkwaffe (PAL2000), und Ausbildungsthemen wie zum Beispiel Ordnungsdienst (CRC), prägten die zwei Wochen.
Von unvorhergesehenen äußeren Einflüssen, wie etwa ein Gebrechen in der Oberleitung der Eisenbahn und dadurch einer um fast 12 Stunden verspäteten Ankunft, bis hin zu rasch sich ändernden Wetterverhältnissen - in diesen Breiten keine Überraschung - beteiligten sich ebenso am Gegenwind wie eine kursierende Grippewelle.
Dies lies aber keine Schwächen aufkommen und konnte unter anderem durch eine schmackhafte und abwechslungsreiche Kost, wie in “alten“ Zeiten, als noch nicht ge-“chillt“ wurde, in Zaum gehalten werden sodass alle intensiv an einem gemeinsamen roten Faden arbeiteten.
Auch die Unruhen im Kosovo und die rasche aber koordinierte Aktivierung des Operational Reserve Force (ORF) Bataillons, bestehend aus deutschen und österreichischen Soldaten mit personeller Unterstützung des Jägerbataillons 25, machten sich nur in der dadurch verminderten Personenanzahl bemerkbar. Jeder bemühte sich, das Fehlen von wichtigem Funktionspersonal durch arbeiten in Doppelfunktionen abzudecken.
Abgeschlossen wurde das fast alljährlich wiederkehrende Allentsteig-Erlebnis mit einer Zielüberprüfung unter erstmaliger Anwendung der Grundsätze nach dem Operational Capability Concept Evaluation & Feedback (OCC E&F) womit auch die erste Einsatzbereitschaft der Task Force 25 hergestellt werden konnte.
Die Heimatgarnison erreicht, wartete auf viele der wohlverdiente Urlaub, der in diesem Jahr aber kaum reichen wird, die ’Batterien’ wieder voll aufzuladen.
Abschließend möchte ich noch erwähnen, dass wir trotz der umfangreichen Auftragslage im Bataillon, ohne den ständig gemeinsamen Kräfteeinsatz aller Soldaten der Task Force 25, nicht eine positive Leistung in diesem Ausmaß erreichen hätten können!
Ein kräftiges
’Together Forward’
mit „Mut, Tapferkeit und Treue“.