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Jägerbataillon 25   Die Kaderpräsenzeinheit
18.06.2010 von moderator


Mit Einnahme der Heeresgliederung 1994, bei der das Jägerbataillon 25 zum Jägerregiment 7 erweitert wurde, wurde auch die 4. Kompanie neu aufgestellt. Die erste Zielsetzung sollte die Zusammenziehung der Fallschirmspringer des Regimentes in eine Kompanie sein, um die Sprung- und Sonderausbildung in eine Hand zu geben. Bereits im Frühjahr 1995 wurde die Kompanie mit einem Truppenversuch betraut, der jedoch schon viel weiter ging.

Unter der Bezeichnung Luftlandeaufklärungskompanie sollte erstmals in Österreich eine Kaderkompanie mit folgenden möglichen Aufträgen aufgestellt werden :

* Aufklärung und Sicherung unter besonders schwierigen Bedingungen
* Hilfeleistung bei Katastrophen
* Auslandseinsätze auf Ansuchen internationaler Organisationen



Mit auftragsbezogener Ausbildung wurde mit Freiwilligen, die durch Werbemaßnahmen aus dem Vollkontingent des Bataillons geworben wurden, am 1. Feber 1995 begonnen. Freiwilligkeit für Auslandseinsätze und die Fallschirmspringerausbildung wurden gefordert.

Erstmals durften Grundwehrdiener in der Ausbildung den Fallschirmspringergrundkurs absolvieren.

25 Mann des Bataillons waren im Zuge der Wahlen von April bis Juli 1997 in Albanien als Wach- Sicherungszug des OSZE-Hauptquartiers eingesetzt.

Im Dezember 1997 befanden sich 15 Freiwillige der Luftlandeaufklärungskompanie in der Vorbereitung zu einem Einsatz in Zaire. Diese Einsatzvorbereitung wurde nach zwei Wochen abgebrochen da sich Österreich an der Mission nicht beteiligte.




Im September 1998 nahmen 16 Mann der Luftlandeaufklärungskompanie an der Partnership for Peace (PfP)-Übung „Cooperative Best Effort 98” in Mazedonien teil.

Von April bis Ende Juli 1999 waren Angehörige des Jägerbataillons 25 zum Aufbau und zur Sicherung eines Flüchtlingslagers in Skodra in Albanien im Einsatz. Zusätzlich wurde Anfang Juni ein weiterer Zug zur Sicherung entsendet.




Im Juni 1999 übten Soldaten der Kaderkompanie bei der PfP-Übung „Cooperative Best Effort 99” in Valcartier in Kanada.Kaderpersonal der Luftlandeaufklärungskompanie war vom August 1999 bis April 2000 beim ersten Kontingent für den Kosovo im Einsatz. Im September 2000 nahmen Soldaten des Bataillons, vor allem aber die Kaderkompanie, an der PfP-Übung „Cooperative Best Effort 2000” in Cluj-Naboca in Rumänien teil.




Von Ende März bis Dezember 2002 wurde fast die Hälfte der Soldaten für das erste und zweite Kontingent in Afghanistan (AUCON ISAF) durch das Jägerbataillon 25 (die meisten durch die Kaderkompanie) gestellt.

Der österreichische Wach- und Sicherungszug konnte in Afghanistan durch den Einsatz der Radpanzer “Pandur” auch bei der gegebenen hohen Bedrohungslage eingesetzt werden.




Im Dezember 2003 wurde die 3. Jägerkompanie von einem Truppenversuch zu einer Kaderpräsenzeinheit (KPE) im Rahmen der Kräfte für internationale Operationen (KIOP) übergeleitet.

Alle Angehörigen dieser Einheit verpflichten sich drei Jahre lang für Einsätze im Ausland bereitzustehen. Neben Berufssoldaten dienen auch Vertragsbedienstete-Soldaten in dieser Spezialkompanie.
Ihre erste Nagelprobe musste die Kaderpräsenzeinheit im März 2004 bestehen. Inmitten der Aufstellungsphase kam es im Kosovo zu massiven Ausschreitungen und Unruhen. Innerhalb von 36 Stunden, ohne Vorwarnung, wurde die neu formierte Einsatzkompanie als Verstärkung in den Kosovo entsandt.

Auch organisatorisch war die kurze Vorbereitungszeit eine Herausforderung, weilte doch nahezu das gesamte Führungskader des Bataillons zum Zeitpunkt der Alarmierung bei der Führungssimulatorausbildung in Wiener Neustadt.

Dennoch meldeten sich 60 Soldaten des Bataillons freiwillig für diesen Einsatz. Sie übernahmen für vier Wochen den Schutz der Serben-Enklaven in Velika Hoca und Orahovac, dem Brennpunkt des Kosovo-Kontingentes. Es konnte sichergestellt werden, dass es im eigenen Verantwortungsbereich zu keinen Ausschreitungen kam.




Im Oktober 2004 konnten 44 Soldaten der Kaderpräsenzeinheit den Militärfallschirmspringergrundkurs positiv absolvieren. Damit war das Klagenfurter Luftlandebataillon erstmals in der Lage, eine geschlossene Kompanie im Fallschirmsprungeinsatz einzusetzen.

Im April 2005 wurde die Kaderpräsenzeinheit planmäßig als 1. gepanzerte Jägerkompanie mit dem 12. Kontingent für sechs Monate in den Kosovo entsandt.

Auch die Übungsvorhaben waren vielfältig. So nahm unsere Kaderpräsenzeinheit im September 2006 an der internationalen Übung „Quick Response” in Belgien teil.




Aber nicht nur Einsätze und Übungen im Ausland standen am Programm. Mehrere Assistenzeinsätze zur Grenzraumüberwachung wurden von ihr bereits erfolgreich absolviert.

Der Verpflichtungszeitraum der ersten KIOP-Soldaten lief nach drei Jahren 2007 aus. Das Personal wurde zum größten Teil ausgetauscht. Es folgte die Kaderpräsenzeinheit 2 mit frischem Elan nach dem Motto der Kompanie:

„Anytime, Everywhere”

Online-Anmeldeformular: https://hpa.gv.at/freiw_meld_kpe.php


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